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Valentin, Schutzpatron der Liebenden, Verlobten – und der Bienenzüchter
Der 14. Februar ist zum Valentinstag geworden, dem Festtag der Jugend und der Liebenden. In der Schweiz hat der Valentinstag keine traditionelle Bedeutung, ganz im Gegensatz zu Frankreich und England. In diesen Ländern belebte der Trend – wie so oft aus den USA kommend – uralte Bräuche neu. Im deutschsprachigen Raum hat sich der Valentinstag unter dem Einfluss der USA erst nach 1945 eingebürgert.
Wer war dieser Valentin, der die Herzen der Verliebten höher schlagen lässt? Es gibt zahllose, unterschiedliche Versionen der Legende von Valentin. Wir haben uns bei mehreren Quellen informiert, um Ihnen Valentins Geschichte zu erzählen und Ihnen mehr über die Hintergründe dieses besonderen Tages sagen zu können.
Im römischen Reich herrschte Kaiser Claudius II, ein erbitterter Gegner des Christentums. Bischof Valentin von Terni liess es sich trotz der grossen Gefahr und der Verbote nicht nehmen, Liebespaare nach christlichem Zeremoniell zu trauen und Menschen in Partnerschaftskrisen beizustehen. Das Wirken von Bischof Valentin war eng mit der Liebe verbunden. So traute er auch Paare, die im damaligen Rom nicht heiraten durften: Etwa, weil die Eltern mit der Verbindung nicht einverstanden waren oder weil der Bräutigam Soldat oder Sklave war und ihm darum die Ehe verboten war. Hilfe und Trost Suchenden schenkte er jeweils eine Blume.
Die Obrigkeit machte kurzen Prozess mit dem aufsässigen Bischof und liess ihn hinrichten. Eigentlich beruht alles auf einem Zufall. Denn wenn Valentin von Terni im Jahr 269 nach Christus nicht ausgerechnet am 14. Februar, dem beliebten römischen Festtag "Lupercalia", enthauptet worden wäre, hätten die Liebenden und Liebeshungrigen heute vielleicht keinen Feiertag.
Frivoles Treiben im alten Rom
Der Brauch, am 14. Februar der Angebeteten Blumen zu schenken, geht tatsächlich auf die "Lupercalia" zurück. Im antiken Rom gedachte man mit diesem Fest der Göttin Juno, der Beschützerin von Ehe und Familie. Männer und Frauen opferten ihr Tiere und Getreidekuchen. Die jungen Leute huldigten an diesem Tag noch einem weiteren, ganz eigenen Brauch: Die Namen der ledigen Frauen wurden in einem Holzkasten gesammelt, ledige Männer griffen hinein und hatten so per Los eine erotische Gespielin gezogen, die sie für ein Jahr – der römische Kalender begann im März – als ihre Partnerin betrachteten. Gleichberechtigung im heutigen Sinne war damals natürlich unbekannt.
Heilige statt Mädchen
Vor Jahrhunderten war es die Kirche selbst, die eine Verbindung herstellte zwischen dem alten römischen Fest und dem Todestag des Heiligen Valentin. Dort, wo sich das Christentum ausbreitete, wurden bestehende Feiertage und Bräuche ins Kirchenjahr eingegliedert. Um dem etwas frivolen Treiben der "Lupercalia" ein Ende zu bereiten, ersetzte man bei der Verlosung die Namen der Mädchen durch die Namen von Heiligen, denen die Gläubigen im folgenden Jahr besonders nacheifern sollten.
Brauchtum mit antiken Wurzeln
Richtig durchsetzen konnte sich diese sittsame Variante nicht: Spätestens im 14. Jahrhundert standen wieder die Namen von Mädchen auf den Losen … Der Brauch der Liebeslose wurde vor allem in Frankreich weiter gepflegt. Dort trafen sich am Vorabend des Valentinstages junge Frauen und Männer und schrieben ihre Namen auf Zettel. Jede Frau und jeder Mann zog einen Namen, und auf diese Weise entstanden Pärchen, zwischen denen sich ein kleiner Flirt entwickeln konnte.
Bridget Jones steht auf den Valentinstag
Ein bunter Liebesgruss für die Angebetete ist jedoch nicht der einzige Brauch zum Valentinstag. So zirkuliert der zauberhafte Aberglaube, dass derjenige der Zukünftige wird, den ein Mädchen am 14. Februar als Erster sieht. In England entscheidet auch heute noch die erste Begegnung am Morgen des Valentinstags darüber, wer der Valentin oder die Valentine werden soll. Das beste und vielleicht sogar witzigste Beispiel für Englands Verbundenheit mit dem Valentinstag liefert Bridget Jones in "Schokolade zum Frühstück".
Überliefert ist auch ein Valentinsorakel: Männer und Frauen auf Partnersuche schrieben die Namen ihrer potenziellen Kandidatinnen oder Kandidaten auf einen Zettel, zerknüllten das Papier und umwickelten es mit Lehm. Diese Lehmkügelchen legten sie in ein Wasserglas, wo sie sich auflösten. Der Zettel, von dem sich der Lehm zuerst löste, enthielt – dank des Einflusses von St. Valentin – den Namen des oder der Zukünftigen. In wie vielen Fällen das Orakel zu einer glücklichen Ehe geführt hat, ist nicht bekannt.
Das Mekka aller Valentinfeierlichkeiten ist Amerika: 1849 wurde in den USA die erste Grusskarte gedruckt, die an diesem Tag einem geliebten Menschen geschickt werden konnte. Inzwischen sind jedes Jahr zum 14. Februar Millionen romantischer Postgrüsse in den Staaten unterwegs.
Sie sehen: Blumen und geschriebene Worte sind aus Tradition mit dem Valentinstag eng verknüpft.
Wer den Heiligen Valentin besuchen will muss keine lange Reise antreten. Seine Gebeine wurden im 18. Jahrhundert von Italien nach Süddeutschland überführt und sind heute in einem gläsernen Sarg in der Stadtpfarrkirche St. Michael im schwäbischen Krumbach zu sehen.
Quelle: www.wissen.de und andere
 | Flimmerherz und Rosenrot | |
Kurzbeschreibung: Schöner als rote Rosen - 14 romantische, verführerische Geschichten über Schmetterlinge im Bauch, heiße Flirts, Eifersucht und das wunderbare Gefühl, von Kopf bis Fuß und bis über beide Ohren verliebt zu sein! Ein Reigen der schönsten Liebesgeschichten von Meg Cabot, Monika Feth, Wolfram Hänel, Hilke Rosenboom, Louise Rennison, Lutz van Dijk und vielen anderen. Die Anthologie für Verliebte und für alle, die gerne träumen und schwärmen. |

 | Picknick am Valentinstag | |
Kurzbeschreibung:
Am Valentinstag 1900 verschwinden zwei junge Mädchen und ihre Lehrerin am Hanging Rock in Australien, um nie wieder aufzutauchen. Bekannt geworden ist der Roman durch die stimmungsvolle Verfilmung von Peter Weir. Posthum jetzt die Auflösung des Geheimnisses, wie die Autorin es selbst noch zu Lebzeiten geschrieben hat. |
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